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Wie kommt jemand dazu, sich mit dem Problem der
Legasthenie zu beschäftigen? Der direkte Weg führt über die eigene Betroffenheit
bzw. die der eigenen Kinder. Für die Leiterin des Forums,Bettina Kinn, war die
Betroffenheit ihrer Tochter ausschlaggebend dafür, dass sie sich im Rahmen ihres
Studiums der Sozialpädagogik zunächst in der Diplomarbeit mit Ursachen und
Therapiemöglichkeiten legasthener Kinder beschäftigte, einem Wissensgebiet, das
sie seitdem nicht mehr losgelassen hat. Nach vielen Jahren praktischer
Erfahrungen, Weiterbildungen und den Aufbaustudien Kunst- und
Gestaltungstherapie sowie Psychotherapie gibt sie heute über das Forum
Legasthenie ihr Wissen an betroffene Kinder und Eltern, an Pädagogen und andere
Legasthenietherapeuten weiter und therapiert seit 2005 auch rechenschwache
SchülerInnen. Seit 2008 widmet sie sich auch mit großem Erfolg der Therapie
erwachsener Legastheniker.
Im Team des Forum Legasthenie arbeiten geschulte
PädagogInnen aus dem Bereich Grund- und Hauptschule, Realschule, Gymnasium und
der Sozialpädagogik sowie Psychotherapeuten und Diplompsychologinnen erfolgreich
mit legasthenen und LRS-Kindern und -Jugendlichen einzeln oder in kleinen
Gruppen.
Daneben hat sich das Forum zu einer
Informationsbörse im Raum München zum Thema Legasthenie und LRS entwickelt. In
Einzelberatung, Eltern- und Lehrerschulungen, Veranstaltungen und Workshops
erhalten Betroffene und Fachleute wichtige Hilfen und Tipps. Natürlich ist die
Förderung von legasthenen bzw. lese-/rechtschreibschwachen Kindern, die das
Forum Legasthenie selbst anbietet, in der Regel nicht kostenlos. Trotzdem
herrscht im Forum Legasthenie zum Wohle des Kindes noch Idealismus und ein Geist
von Uneigennützigkeit, der in anderen seriösen Legasthenietherapeuten nicht in
erster Linie den Konkurrenten, sondern den alternativen Fachmann sieht.
Bestehen z.B. neben der Legasthenie noch
tiefgreifende psychiatrische oder psychische Störungen, verweisen wir betroffene
SchülerInnen auch an einen Psychiater oder Kinder- und
Jugendlichen-Psychotherapeuten. Ebenso gehört die Vernetzung mit dem
spezialisierten Augen- und Ohrenarzt oder der spezialisierten Kinderklinik bei
notwendigen stationären Aufenthalten zu diesem partnerschaftlichen Konzept.
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