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Unser
Förderkonzept
für Kinder
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1.
Wer wird gefördert?
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Unsere Förderung eignet sich für Kinder
und Jugendliche von Klasse 2-10, deren
schulische oder berufliche
Weiterentwicklung durch eine Lese-
und/oder Rechtschreibschwäche bzw.
Legasthenie beeinträchtigt ist. Hier
reicht eine einfache
Hausaufgabenbetreuung, die im
Wesentlichen nur den aktuellen
Unterrichtsstoff zum Gegenstand hat,
nicht aus. Vielmehr müssen die Probleme
des Kindes in der audiovisuellen
und/oder visumotorischen Spracherfassung
und –verarbeitung, also im
Wahrnehmungsbereich, auch unabhängig vom
aktuellen Lernstoff behandelt werden.
Kinder und Jugendliche mit
Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) bzw.
Legasthenie zeigen im Rechtschreiben,
meistens zugleich im Lesen, Schwächen,
die sie nur selten über eine Beurteilung
"ungenügend" oder "mangelhaft"
hinauskommen lassen. Sprachliche
Leistungen, die mündlich abverlangt
werden, gelingen in der Regel besser.
Meist geht eine LRS einher mit Verhaltensauffälligkeiten, die sich in
Konzentrationsschwäche, gesteigerter Aktivität, Aggressivität, aber auch in
allgemeiner Gehemmtheit und übergroßer Verlangsamung des Arbeitstempos
ausdrücken können.
Solche und ähnliche Verhaltensauffälligkeiten bedürfen einer an den Methoden der
Verhaltenstherapie orientierten Legasthenietherapie, um günstige Voraussetzungen
für eine Verbesserung der Lese- und Schreibleistung des Kindes zu
erzeugen. Umgekehrt hat eine Verbesserung dieser Leistung sehr oft auch den
Abbau der genannten Verhaltensauffälligkeiten zur Folge.
Ziel
der Fördermaßnahme ist es daher, die schulische Integration des Kindes/des
Jugendlichen zu fördern und seine Rechtschreibleistung auf ein weitgehend
„unauffälliges“ Niveau zu bringen, um eine der allgemeinen Intelligenz des
Kindes entsprechende schulische und berufliche Entwicklung zu ermöglichen.
Ob
unsere Förderung notwendig bzw. sinnvoll ist, wird festgestellt durch
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ein psychiatrisches Gutachten oder/und
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das Urteil der Lehrkraft des Kindes oder/und
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einen in unserer Schullandschaft allgemein anerkannten diagnostischen Rechtschreibtest
(z.B. DRT, WRT oder die Hamburger Schreibprobe) sowie
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ein individuelles Gutachten, das die Leiterin der Fördereinrichtung, die
Sozialpädagogin und Kunst- und Gestalttherapeutin Frau Bettina Kinn, nach einem
ausführlichen Gespräch mit dem Kind und den Eltern anfertigt.
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2.
Wie fördern wir Kinder und Jugendliche?
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Wir
fördern nach gesicherten Erkenntnissen einer wirkungsvollen, pädagogisch
und an den Methoden der
Verhaltenstherapie orientierten Legasthenietherapie.
Die Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung über die pädagogisch
angeleitete Auseinandersetzung mit dem Lesen und Schreiben stehen hier im
Vordergrund. Schwerpunkte sind:
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Förderungsansatz
nach dem Stufenmodell des Schriftspracherwerbs
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Lautdiskrimination
(Lautierung, Segmentierung, Analyse und Synthese von Wörtern)
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Lauttreue
und Verschriftung (insbesondere bei der Annäherung an die Fremdsprache)
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allgemeines
Wahrnehmungstraining (visuell, akustisch, Merktechnik)
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spezielle
Lesetechnik (vorwärtsschreitendes und sinnerfassendes Lesen,
Blickspannen-Übungen)
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Rechtschreib-Regeltraining
am altersgemäßen Wortschatz nach dem Prinzip der Ähnlichkeitshemmung,
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Computer-Unterstützung
(z.B. bei Dopplung/ Dehnung,
Groß-/Kleinschreibung,
Ableitungsverfahren, schwierigen Konsonanten, Wortstämmen und -endungen,
Fremdwörtern)
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Wortschatzaufbau,
Verbesserung der mündlichen und schriftlichen Kommunikation
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Wortformen
und Ableitungen, Flexions- und Modalformen (Wort-Grammatik, insbes. für die
Fremdsprache)
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Satzaufbau
und Analyse der Satzstruktur (Satz-Grammatik)
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Lerntechnik
(Lerntypus, Hausaufgaben, Vorbereitung zu Proben, Konzentrationsübungen)
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spezielle
Schreibtechnik auch zur Verbesserung der Koordination beider Hemisphären
(Übungen zur Stabilisierung und
zum Ablauf der Handschrift)
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Ganzheitlichkeit
des Lernprozesses auch unter Einbeziehung kunst- und gestalttherapeutischer
Elemente (kreative Bild- und Formensprache, Steuerung und Rhythmus der
Bewegung, graphomotorische und visumotorische Übungen, Techniken der
Konzentration im Mal- und Schreibprozess)
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Unsere
Förderung erfolgt sowohl als Einzelmaßnahme als auch in kleinen
homogenen Gruppen. Entsprechend dem Ergebnis des Diagnosetests, der
vor jeder Maßnahme kostenfrei und nach einem ausführlichen Gespräch mit den
Eltern durchgeführt wird, erstellt die Leiterin des Forums Legasthenie einen
individuellen Behandlungsplan. Hier wird auch festgelegt, ob das Kind eine
Einzelförderung oder eine Förderung in einer kleinen motivierenden Gruppe von
ca. 6 Kindern erhält. |
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3.
Welche weiteren Hilfen bieten wir?
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Um
Eltern zu helfen, mit dem Problem ihres Kindes besser zurecht zu kommen, finden
im Forum regelmäßige Elternabende, Vorträge und Workshops
statt, zu denen auch die LehrerInnen des Kindes eingeladen werden. Neben Aus- und Weiterbildungsangeboten für Pädagogen und Legasthenietherapeuten und einem elternangeleiteten
Training unterstützt das Forum vor allem auch die Arbeit der Elternselbsthilfe
ERS (Münchner Elternselbsthilfe gegen Rechtschreibschwäche), Anschrift:
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Gitta Ackermann
Sandgrubenweg 126b,
81737 München
Tel. 089-50 79 78, Fax
089-610 61 75
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