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Forum Legasthenie. Eine Einrichtung zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Lese- und Rechtschreibschwäche bzw. Legasthenie

im Sabel-Schulzentrum in München: 80336 München, Schwanthalerstraße. 55 (Rgb.), Tel. 089-539805-77, www. forum-legasthenie.de

 

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Unser

 

Förderkonzept

 

für Kinder

 

1. Wer wird gefördert?

 

 

Unsere Förderung eignet sich für Kinder und Jugendliche von Klasse 2-10, deren schulische oder berufliche Weiterentwicklung durch eine Lese- und/oder Rechtschreibschwäche bzw. Legasthenie beeinträchtigt ist. Hier reicht eine einfache Hausaufgabenbetreuung, die im Wesentlichen nur den aktuellen Unterrichtsstoff zum Gegenstand hat, nicht aus. Vielmehr müssen die Probleme des Kindes in der audiovisuellen und/oder visumotorischen Spracherfassung und –verarbeitung, also im Wahrnehmungsbereich, auch unabhängig vom aktuellen Lernstoff behandelt werden. 

 

Kinder und Jugendliche mit Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) bzw. Legasthenie zeigen im Rechtschreiben, meistens zugleich im Lesen, Schwächen, die sie nur selten über eine Beurteilung "ungenügend" oder "mangelhaft" hinauskommen lassen. Sprachliche Leistungen, die mündlich abverlangt werden, gelingen in der Regel besser. Meist geht eine LRS einher mit Verhaltensauffälligkeiten, die sich in Konzentrationsschwäche, gesteigerter Aktivität, Aggressivität, aber auch in allgemeiner Gehemmtheit und übergroßer Verlangsamung des Arbeitstempos ausdrücken können.

 

Solche und ähnliche Verhaltensauffälligkeiten bedürfen einer an den Methoden der Verhaltenstherapie orientierten Legasthenietherapie, um günstige Voraussetzungen für eine  Verbesserung der Lese- und Schreibleistung des Kindes zu erzeugen. Umgekehrt hat eine Verbesserung dieser Leistung sehr oft auch den Abbau der genannten Verhaltensauffälligkeiten zur Folge.

 

Ziel der Fördermaßnahme ist es daher, die schulische Integration des Kindes/des Jugendlichen zu fördern und seine Rechtschreibleistung auf ein weitgehend „unauffälliges“ Niveau zu bringen, um eine der allgemeinen Intelligenz des Kindes entsprechende schulische und berufliche Entwicklung zu ermöglichen.

Ob unsere Förderung notwendig bzw. sinnvoll ist, wird festgestellt durch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ein psychiatrisches Gutachten oder/und

 

 

das Urteil der Lehrkraft des Kindes oder/und

 

 

 

 

 

einen in unserer Schullandschaft allgemein anerkannten diagnostischen Rechtschreibtest (z.B. DRT, WRT oder die Hamburger Schreibprobe) sowie

 

 

 

 

ein individuelles Gutachten, das die Leiterin der Fördereinrichtung, die Sozialpädagogin und Kunst- und Gestalttherapeutin Frau Bettina Kinn, nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Kind und den Eltern anfertigt.  

 

 

 

2. Wie fördern wir Kinder und Jugendliche?

 

 

Wir fördern nach gesicherten Erkenntnissen einer wirkungsvollen, pädagogisch und an den Methoden der Verhaltenstherapie orientierten Legasthenietherapie. Die Verbesserung der Lese- und Rechtschreibleistung über die pädagogisch angeleitete Auseinandersetzung mit dem Lesen und Schreiben stehen hier im Vordergrund. Schwerpunkte sind:

 

 

 

Förderungsansatz nach dem Stufenmodell des Schriftspracherwerbs

 

 

 

 

Lautdiskrimination (Lautierung, Segmentierung, Analyse und Synthese von Wörtern)

 

 

 

 

Lauttreue und Verschriftung (insbesondere bei der Annäherung an die Fremdsprache)

 

 

allgemeines Wahrnehmungstraining (visuell, akustisch, Merktechnik)

 

 

 

 

spezielle Lesetechnik (vorwärtsschreitendes und sinnerfassendes Lesen, Blickspannen-Übungen)

 

 

 

Rechtschreib-Regeltraining am altersgemäßen Wortschatz nach dem Prinzip der Ähnlichkeitshemmung,

 

 

 

 

Computer-Unterstützung (z.B. bei Dopplung/ Dehnung, Groß-/Kleinschreibung, Ableitungsverfahren, schwierigen Konsonanten, Wortstämmen und -endungen, Fremdwörtern)

 

 

Wortschatzaufbau, Verbesserung der mündlichen und schriftlichen Kommunikation

 

 

 

 

Wortformen und Ableitungen, Flexions- und Modalformen (Wort-Grammatik, insbes. für die Fremdsprache)

 

 

Satzaufbau und Analyse der Satzstruktur (Satz-Grammatik)

 

 

 

 

Lerntechnik (Lerntypus, Hausaufgaben, Vorbereitung zu Proben, Konzentrationsübungen)

 

 

 

spezielle Schreibtechnik auch zur Verbesserung der Koordination beider Hemisphären  (Übungen zur Stabilisierung und zum Ablauf der Handschrift)

 

 

 

 

 

 

Ganzheitlichkeit des Lernprozesses auch unter Einbeziehung kunst- und gestalttherapeutischer Elemente (kreative Bild- und Formensprache, Steuerung und Rhythmus der Bewegung, graphomotorische und visumotorische Übungen, Techniken der Konzentration im Mal- und Schreibprozess)

 

 

 

Unsere Förderung erfolgt sowohl als Einzelmaßnahme als auch in kleinen homogenen Gruppen. Entsprechend dem Ergebnis des Diagnosetests, der vor jeder Maßnahme kostenfrei und nach einem ausführlichen Gespräch mit den Eltern durchgeführt wird, erstellt die Leiterin des Forums Legasthenie einen individuellen Behandlungsplan. Hier wird auch festgelegt, ob das Kind eine Einzelförderung oder eine Förderung in einer kleinen motivierenden Gruppe von ca. 6 Kindern erhält.

 

 

 

3. Welche weiteren Hilfen bieten wir?

 

 

 

 

Um Eltern zu helfen, mit dem Problem ihres Kindes besser zurecht zu kommen, finden im Forum regelmäßige Elternabende, Vorträge und Workshops statt, zu denen auch die LehrerInnen des Kindes eingeladen werden. Neben Aus- und Weiterbildungsangeboten für Pädagogen und Legasthenietherapeuten und einem elternangeleiteten Training unterstützt das Forum vor allem auch die Arbeit der Elternselbsthilfe ERS (Münchner Elternselbsthilfe gegen Rechtschreibschwäche), Anschrift:

 

Gitta Ackermann

Sandgrubenweg 126b,

81737 München

Tel. 089-50 79 78, Fax

089-610 61 75